"Wir geben Menschen Zukunft"

DMG Präsident Siegfried Lingel

2008 war ein turbulentes Jahr für die Industrienationen. Dennoch dürfen wir gerade jetzt in unseren Bemühungen um die Ärmsten der Armen nicht nachlassen.

Im südlichen Afrika hat der Großteil der Bevölkerung nicht das Rüstzeug einer soliden Ausbildung mitbekommen. Ein Kind in einem mosambikanischen Dorf, fern der Hauptstadt Maputo geboren, hat – anders als Kinder in der westlichen Welt – kaum Chancen, in den Genuss einer schulischen Ausbildung zu kommen. Deswegen wird die Deutsch-Mosambikanische Gesellschaft nicht müde, Jahr für Jahr viel Zeit, Geld und Engagement in den Aufbau und Ausbau von Bildungsprojekten vor Ort zu stecken. Denn Mosambik ist eines der ermutigenden Beispiele in Afrika.

Mosambik hat in den letzten Jahren im Human Development Index der Vereinten Nationen beachtliche Schritte nach vorne gemacht. Der Index misst den Entwicklungsstand eines Landes anhand von Lebenserwartung, Bildungsgrad und Bruttoinlandsprodukt. Länder mit einem Wert von unter 0,5 gelten als unterentwickelt.

Lag Mosambiks Wert auf dieser Skala im Jahr 1994 nur bei 0,310, stieg er innerhalb von 10 Jahren auf 0,448 an. Wenn Mosambik sich in diesem Tempo weiter verbessert, könnte das Land im nächsten Jahr in die Liga der „Länder mit mittlerer Entwicklung“ aufsteigen. Das ist eine beachtliche Leistung, wenn Sie Mosambik mit anderen Ländern des afrikanischen Kontinents vergleichen. Diktatoren wie Robert Mugabe in Zimbabwe oder rivalisierende Kriegsherren wie aktuell im Kongo werfen viele andere Länder in ihren Bemühungen immer wieder zurück.

Besonders beeindruckend sind Mosambiks Fortschritte im Bereich Bildung. Die Einschulungsrate stieg in den letzen Jahren im Durchschnitt um 8,9 Prozent. Doch die regionalen Unterschiede sind groß. Während Maputo und das Umland relativ gut mit Schulen versorgt sind, gibt es in den Provinzen Cabo Delgado, Niassa, Nampula, Zambezia und Tete noch großen Nachholbedarf.

Zu den Bildungsfortschritten in diesem landschaftlich so reichen und doch so armen Land am indischen Ozean hat die Deutsch-Mosambikanische Gesellschaft in den letzten Jahren ihren Beitrag geleistet. Wir unterstützen Schulen und Ausbildungsprojekte – sowohl in den Elendsvierteln der Hauptstadt Maputo, als auch in entlegeneren ländlichen Regionen – sowie die Katholische Universität von Mosambik in Beira. Bei diesen Engagements verfolgen wir stets den Kerngedanken, unternehmerisches Denken und Handeln zu fördern. Wir möchten die jungen Leute in die Lage versetzen, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen.

Wir wollen junge Menschen ermutigen, sich Ziele zu setzen. Wir wollen sie in ihrem Selbstvertrauen stärken und ihnen mit einer soliden Ausbildung das notwendige Handwerkszeug für ein eigenständiges Leben mit auf den Weg geben. Um dieses große Ziel zu erreichen, bedarf es vieler kleiner Schritte. Da muss ein Brunnen gebaut, ein Schuldach repariert, ein neuer Lehrer eingestellt oder ein Traktor gekauft werden. Um diese Investitionen zu finanzieren, brauchen wir auch 2009 wieder Ihre Unterstützung.

Ich bitte Sie ganz herzlich, spenden Sie für die Deutsch-Mosambikanische Gesellschaft!